Im Maschinenbau ist SPC tot… und es ist Zeit es zuzugeben.
16.02.2026
16.02.2026


Kommentar von Davy Pillet – CEO ELLISTAT
Kommentar von Davy Pillet – CEO ELLISTAT
Seit 2014 arbeite ich in Fertigungsstätten. Die Beobachtung ist systematisch: Produktionen hatten noch nie so viele Daten, Dashboards oder ausgefeilte SPC-Systeme…
Und doch bestehen dieselben Missbräuche.
Warum?
Denn das Problem ist weder der Mangel an Werkzeugen noch der Mangel an Fähigkeiten.
Dieses Modell ist veraltet.
Die SPC lehrte uns Konsequenz, machte uns aber abhängig von der Reaktion. Der Prozess driftet ab.
Wir bemerken es (oft zu spät). Sie wird manuell korrigiert.
Es ist, als würde man ein Rennauto fahren, bei dem nur das Armaturenbrett anstarrt: Man weiß, dass man die Strecke fährt, aber niemand berührt das Lenkrad.
Folgendes weist heute die Bearbeitung auf: Kleinere Serien, Toleranzen im my-Bereich, ständiger Druck auf die Teams.
Von einem Bediener ständig in einer so dynamischen Umgebung Wachsamkeit zu verlangen, ist ein aussichtsloser Kampf.
Die Zukunft liegt nicht in der SPC (Statistical Process Control), sondern in der APC (Automated Process Control).
Wo die SPC beobachtet und warnt, handelt die APC automatisch und korrigiert.
APC ist der Autopilot der Produktion:
Im Jahr 2026 navigieren wir nicht mehr ohne GPS, wir fahren nicht mehr ohne Hilfe.
Warum sollten wir weiterhin hochpräzise Maschinen im „reaktiven“ Modus bedienen?
Die eigentliche Frage ist nicht mehr: „Haben wir eine SPC?“
Sondern: „Was machen wir automatisiert, wenn der Prozess abdriftet?“
Die Fertigung darf nicht mehr nur überwacht werden. Sie muss automatisiert gesteuert werden. Sie muss zur APC übergehen.
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